Ausfuhrkennzeichen
Informationen zum Ausfuhrkennzeichen

Das Ausfuhrkennzeichen – das Kennzeichen mit dem roten Kennzeichenrand

Das Ausfuhrkennzeichen dient nur einem Zweck: Der Überführung eines Fahrzeugs aus dem Inland ins Ausland. Das Ausfuhrkennzeichen hat keine geographische Beschränkung und eine Gültigkeitsdauer von bis zu einem Jahr.

Sollte also eine Ausfuhr von Deutschland bis ins letzte Fleckchen der Erde bevorstehen, ist das Ausfuhrkennzeichen genau das richtige.

Das Aussehen des Ausfuhrkennzeichens

Das Ausfuhrkennzeichen, was auch als das Zollkennzeichen oder das Rote Kennzeichen bezeichnet wird, hat die selben Maße wie ein übliches Eurokennzeichen.

Das Ausfuhrkennzeichen hat jedoch kein blaues Eurofeld am linken Kennzeichenrand, sondern ein rotes Feld am rechten Kennzeichenrand. Auch die Stempelplakette ist auf dem Ausfuhrkennzeichen rot.

Das Ausfuhrkennzeichen beginnt mit dem Kennungsbuchstaben des Zulassungsbezirks. Nach der roten Stempelplakette folgen Zufallsziffern und ein Zufallsbuchstabe. Im roten Streifen am rechten Kennzeichenrand ist ein Datum eingestanzt. Das ist das Datum, mit dessen Ablauf das Ausfuhrkennzeichen seine Gültigkeit verliert.

Nach Ablauf dieses Datums, muss das Ausfuhrkennzeichen Deutschland verlassen haben.

Wie lange ist das Ausfuhrkennzeichen gültig?

Die Gültigkeit eines Ausfuhrkennzeichens kann für unterschiedliche Zeiträume gewählt werden. Es ist Abhängig von der gewählten Gültigkeitsdauer der Ausfuhrkennzeichen Versicherung und der Gültigkeit des vorhanden TÜVs. Die Gültigkeit ist wählbar zwischen mind. 9 Tagen und max. 365 Tagen.

Das Gültigkeitsdatum darf im Nachhinein nicht verlängert oder verändert werden. Ist der Gültigkeitszeitraum des Ausfuhrkennzeichens abgelaufen, kann das Ausfuhrkennzeichen entsorgt werden. Es muss nicht abgemeldet und die Versicherung muss nicht gekündigt werden.

Die Ausfuhrkennzeichen Versicherung und die KFZ Steuer

Um Ausfuhrkennzeichen anmelden zu können, muss eine gültige Ausfuhrkennzeichen Versicherung vorliegen.

Diese gibt es nur in Form einer Haftpflichtversicherung. Es können in der Regel keine Kaskoversicherungen abgeschlossen werden.

Im Normalfall wird eine KFZ Versicherung durch eine eVB-Nummer ausgewiesen. Bei den Ausfuhrkennzeichen ist es anders, der Ausweis einer Ausfuhrkennzeichen Versicherung erfolgt durch eine Doppelkarte. Diese muss im Original bei der Zulassungsbehörde vorgelegt werden. Daher ist es wichtig, dass die Versicherungsgesellschaft, bei der die Versicherung erworben wird, Ihnen die Doppelkarte per Post zusendet. Sie sollten also die Dauer des Postwegs mit einberechnen.

Wie wird ein Ausfuhrkennzeichen beantragt?

Ein Ausfuhrkennzeichen wird bei einer Zulassungsstelle beantrag. Man kann die Ausfuhrkennzeichen nicht an jeder beliebigen Zulassungsstelle anmelden, sondern nur an der Zulassungsstelle, die für den eigenen Wohnbezirk zuständig ist oder an der, die für den Fahrzeugstandort zuständig ist.

Für Anmeldung werden grundsätzlich an allen Zulassungsstellen folgende Dokumente verlangt:

  • Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein
  • Personalausweis oder Reisepass mit einer gültigen Meldebescheinigung
  • Deckungskarte (Ausfuhrkennzeichen Versicherung)
  • Nachweis über einen gültigen TÜV
  • Amtliche Kennzeichen für Fahrzeuge die noch nicht abgemeldet wurden
  • Abmeldebescheinigung bei einer vorübergehenden Stilllegung des Fahrzeugs
  • Abmeldevermerk, wenn das Fahrzeug bereits abgemeldet wurde
  • Ausländer ohne eine Aufenthaltsgenehmigung benötigen den Kaufvertrag des Fahrzeugs
  • Bei einer Zulassung auf den Firmennamen muss eine Gewerbeanmeldung oder ein Handelsregisterauszug vorgelegt werden
  • Ausgefüllte Sepa-Lastschriftmandant um die KFZ-Steuer einziehen zu lassen
  • Das anzumeldende Fahrzeug muss dabei sein, da es manchmal vorgeführt werden muss

Was kostet ein Ausfuhrkennzeichen?

Die Kosten eines Ausfuhrkennzeichens lassen sich nicht so einfach kalkulieren wie z.B. die eines Kurzzeitkennzeichens.

Bei einem Ausfuhrkennzeichen sind es mehrere Kostenpunkte und diese variieren stark.

Zwei relativ große und für unseren Blog schwer zu kalkulierende Kostenfaktoren sind die Ausfuhrkennzeichen Versicherung und die KFZ Steuer.

Die Kosten der Ausfuhrkennzeichen Versicherung sind abhängig von der gewählten Gültigkeitsdauer. Die Kosten von einer 9 Tages Versicherung unterscheiden sich nicht unerheblich von den Kosten einer Versicherung von 365 Tagen.

Auch die KFZ Steuer ist abhängig von der Gültigkeitsdauer und vom Fahrzeugmodell. Es gibt jedoch, um sich selbst einen Überblick zu verschaffen, einen KFZ Steuer Rechner auf der Seite des Bundesministeriums der Finanzen. Auf der Webseite kann man sich errechnen lassen, wie hoch die KFZ Steuer für das zu überführende Fahrzeug wäre.

Zwei weitere Kostenpunkte sind die Bearbeitungsgebühr der Zulassungsstelle und die Schilderprägung.

Die Zulassungsstellen berechnen Ihre Bearbeitungsgebühren je nach Bundesland in unterschiedlicher Höhe. Die bewegen sich alle in den gesetzlich festgelegten Rahmenvorgaben, variieren jedoch von Bundesland zu Bundesland.

Die Kosten der Prägung der Schilder sind ebenfalls nicht einheitlich. In der Regel lässt sich jedoch festhalten, dass die Prägebuden in der Nähe der Zulassungsstellen, einen höheren Preis verlangen, als die Prägebuden weiter weg.